Das lange und anstrengende Medizinstudium ist geschafft und endlich dürfen sich die bisherigen Studierenden selbst als „Arzt“ oder „Ärztin“ bezeichnen. Mit diesem Schritt fällt den meisten bereits ein riesiger Stein vom Herzen, aber ganz ist an diesem Punkt die akademische Ausbildung noch nicht beendet. Jetzt geht es erneut ums Ganze, denn für den Titel „Dr. med.“ oder Doktor der Medizin muss noch eine Doktorarbeit, auch Dissertation Medizin oder Doktorarbeit Medizin genannt, geschrieben werden. Im Folgenden geht es um die wichtigsten Aspekte, die dabei beachtet werden sollten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und noch mehr Erfolg beim Schreiben!

Die unterschiedlichen Arten der Dissertation in der Medizin

Bevor es endlich ans Schreiben geht, muss sich der Ersteller zunächst damit befassen, ein passendes Thema zu finden. Hier im kurzen Überblick kann ein erster Eindruck über die vier verschiedenen Typen der medizinischen Doktorarbeit gewonnen werden. Danach geht es ins Detail.

Art der Doktorarbeit Experimentelle Doktorarbeit Klinische Doktorarbeit Theoretische (statistische) Doktorarbeit
Untersuchungsgegenstand Experimente und Laboruntersuchungen an Zellkulturen, menschlichen Gewebeproben und Versuchstieren Datenerhebung durch Patientenfragebögen oder Patientenakten Bündelung und Verknüpfung der vorhandenen Literatur /// Analyse der vorhandenen Patientenstatistiken
Zu erwartende Dauer Hoher Zeitaufwand 2-3 Jahre Hoher Zeitaufwand 2– 3 Jahre Geringerer Zeitaufwand
Eigene Datenerhebung Ja Ja Nein
Für wen geeignet? Besonders geeignet für ÄrztInnen, die in die Forschung gehen möchten Besonders geeignet für ÄrztInnen, die eine akademische Laufbahn oder leitende Position anstreben Besonders geeignet für ÄrztInnen, die eine eigene Praxis anstreben oder in kleineren Krankenhäusern arbeiten wollen

Experimentelle Doktorarbeit

Die Grundlagenforschung steht im Fokus der experimentellen Doktorarbeit. Sie geht in Hand mit der Durchführung von Experimenten. Schon vor Beginn des Schreibens steht fest, dass der Autor viel Zeit im Labor verbringen wird. Doktoranden führen im Labor Experimente an beispielsweise Zellkulturen, Gewebeproben oder aber Versuchstieren durch. Ziel dieser Arbeit ist es, eine aufgestellte These durch einen Versuchsaufbau zu überprüfen. Diese Art der Doktorarbeit bietet sich besonders für ÄrztInnen an, die nach Abschluss in der Forschung arbeiten möchten.

Experimentelle Doktorarbeiten in der Medizin basieren häufig auf der Trial-and Error-Methode um der gestellten Forschungsfrage auf den Grund zu gehen. Genau das ist der Grund dafür, dass sie viel Zeit in Anspruch nehmen. Sie fordern somit nicht ausschließlich Geduld und Durchhaltevermögen, sondern auch Zeit. Experimente gelingen selten genauso wie erwartet und häufig ist es notwendig, noch einmal einen Schritt zurückzumachen und einen Versuchsaufbau neu zu überdenken. Wer über eine gute analytische Auffassungsgabe verfügt und Spaß am Experimentieren hat, kann in dieser Mammutaufgabe aufgehen. Insgesamt sollte allerdings bedacht werden, dass eine experimentelle Doktorarbeit bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen kann.

Klinische Doktorarbeit

Wer eine klinische Doktorarbeit schreiben will, geht unmittelbar in die Praxis. Die Daten, die zur Beantwortung der Fragestellen dienen, werden direkt aus bestehenden Patientenakten erholen (retrospektive Studie) oder aber aktiv bei Patienten abgefragt. Wer sich für das aktive Abfragen entscheidet, arbeitet mit Fragebögen, die zuvor entwickelt werden. Der große Vorteil bei dieser Art der Doktorarbeit ist der Kontakt zu den Patienten und die aktive Teilnahme am Klinikalltag. Während des Schreibens ist man somit nicht alleine auf die Theorie beschränkt, sondern bildet sich weiterhin fort, was den Kontakt mit Patienten oder auch Untersuchungstechniken angeht.

Am Ende ist eine klinische Studie genauso zeitaufwendig wie die experimentelle Doktorarbeit, weshalb man mit einer Bearbeitungsdauer von zwei bis drei Jahren rechnen muss. Der große Vorteil ist, dass man nicht isoliert in einem Labor ist, sondern unter Menschen und dabei weitere relevante Fähigkeiten für die Praxis sammeln kann. Wer nicht retrospektiv forscht, kann auch ganz gezielt die relevanten Aspekte abfragen. Auf diese Art und Weise kann sich der Autor viel Zeit und Frustration ersparen, denn retrospektive Studien haben häufig das Problem, dass die erfassten Daten nur lückenhaft oder gar von schlechter Qualität sind.

Statistische Doktorschrift oder theoretische Doktorarbeit (Literaturarbeit)

Diese letzte Kategorie kann je nach Herangehensweise noch einmal unterteilt werden, und zwar nach dem Behandlungsgegenstand. Wer sich für eine statistische Dissertation in der Medizin entscheidet, analysiert Daten zu einem bestimmten Zweck. Bei der theoretischen Doktorarbeit handelt es sich um eine klassische Literaturarbeit, die auf der Basis der Forschungsliteratur erstellt wird.

Statistische Doktorarbeiten

Die Daten für diese Art der Doktorarbeit wurden nicht selbst erhoben. Sie kann, wie schon angesprochen, genauso im Umfeld eines Hospitals geschrieben werden. Sie kann jedoch auch aufgrund bereits erhobener Daten und Studien ohne Einbindung in die Klinik erstellt werden. Im Rahmen der Doktorarbeit werden Informationen analysiert und mit solchen aus der medizinischen Literatur verglichen. Gewöhnlicherweise werden beim Schreiben festgelegte Fragestellungen nach bestimmten Kriterien beantwortet.

Der Vorteil bei dieser Art der Doktorarbeit ist es, dass die Daten bereits erhoben worden sind. Es ist somit nicht notwendig, eigene Experimente oder Fragebögen zu erstellen oder mit Patienten in den Dialog zu treten. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass viel Zeit alleine am Schreibtisch verbracht wird, während Daten und Literatur aufgearbeitet werden.

Theoretische Doktorarbeiten

Diese Art von medizinischer Doktorarbeit basiert auf der bereits veröffentlichten Literatur. Sie bietet die Möglichkeit, einen Augenmerkt auf etwas anderes zu legen als die Medizin an sich. Stattdessen kann man sich auf Aspekte der Medizingeschichte, medizinischen Informatik, Biometrie oder Medizinethik fokussieren. Sie ist eine Möglichkeit eine Literaturarbeit anzufertigen, die ebenfalls anstrengend ist und viel Zeit in Anspruch nimmt, allerdings ist die theoretische Literaturarbeit eher mit gewöhnlichen Haus- und Abschlussarbeiten zu vergleichen und bietet die Möglichkeit, tief in Welten abzutauchen, die nichts mit dem Alltag von ÄrztInnen zu tun haben.

In beiden Fällen ist die Dissertation aufgrund von bereits erhobenen Daten oder der Literatur deutlich einfacher kalkulierbar. Wer nicht viel Zeit mit seiner Doktorarbeit verbringen möchte, der ist hiermit gut beraten. Es sollte allerdings nicht aus den Augen verloren werden, dass es sich um reine Arbeiten am Schreibtisch handelt ohne Bezug zu Praxis. Weiterhin sollte beachtet werden, dass diese Arten von Abschlussarbeiten häufig schlechter benotet werden, weil sie am Ende eben weniger Arbeit bedeuteten.

Fazit

Bei der Festlegung der Natur der Doktorarbeit kommt es auf viele persönliche Aspekte an. Zum einen sollte beachtet werden, was der Berufswunsch ist. Dieser sollte in jedem Fall in die Wahl der Doktorarbeit einließen. Natürlich erfordern alle drei Typen das wissenschaftliche Arbeiten und bedeuten eine anstrengende Zeit. Klinische oder experimentelle Dissertationen können Türen für all die ÄrztInnen öffnen, die sich den Schritt in die Lehre oder Forschung vorstellen können. Für Allgemeinmediziner oder ÄrztInnen in kleineren Kliniken bedeuten sie allerdings einen enormen Aufwand, ohne dass ein großer Nutzen daraus gezogen werden wird.

Themen für die Dissertation in der Medizin

Themen Doktorarbeit Medizin

Die Themenfindung hängt letztendlich davon ab, für welchen der vier Typen der Doktorarbeiten die Entscheidung gefallen ist. Das Thema der medizinischen Doktorarbeit hat direkten Einfluss auf die spätere Karriere, weshalb der Typ der Dissertation gewissenhaft gewählt werden sollte. Weiterhin sollte beachtet werden, welcher Facharzt infrage kommt, denn die Promotion ist auf diesem Weg bereits der erste Schritt. Steht der Typ fest, kann das Thema für die Dissertation gesucht werden.

Da das Thema den Autor lange begleiten wird, ist es wichtig, dass es für ihn persönlich interessant ist, idealerweise brennt er sogar dafür. Der aktuelle Forschungsstand in Bereichen, die von Interesse sind, kann ein erster Schritt auf der Suche nach dem passenden Thema sein. Wichtig ist weiterhin, wie der Betreuer das Thema sieht. Aufgrund des Umfangs der Arbeit ist auch dessen Meinung nicht irrelevant. Ferner muss sich mit Kliniken und Fachbereichen auseinandergesetzt werden, denn nicht jede Idee wird in der Praxis umgesetzt werden können. Bei der Themensuche können weiterhin von außen Impulse gegeben werden, so kann es Sinn machen, sich Hilfe der Ghostwriter Doktorarbeit ins Boot zu holen.

Welchen Umfang hat eine Doktorarbeit in der Medizin?

Eine ganze klare Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Am Ende hängt die Länge der Doktorarbeit vom eigenen Stil, dem Thema und dem gewählten Typ der Arbeit ab. Medizinische Doktorarbeiten können nur 50 Seiten umfassen, aber sie können auch 300 Seiten in Anspruch nehmen.

Die durchschnittliche medizinische Doktorarbeit umfasst etwa 100 Seiten. Oftmals geben Doktorväter und Doktormütter oder die Universität selbst vor, wie lang die Dissertation sein darf. Eine Vorgabe zur Länge zwischen 70 und 100 Seiten ist nicht ungewöhnlich.

Um Mehrarbeit zu vermeiden, sollten ÄrztInnen sich bereits vor dem Verfassen mit den Vorgaben vertraut machen und die Länge mit dem Betreuer abstimmten. Gegenwärtig geht der Trend eher zu kürzeren Arbeiten. Das heißt nicht zwangsläufig, dass das Erstellen weniger Zeit in Anspruch nimmt, denn im Rückschluss muss präzise formuliert werden, damit alles Relevante seinen Platz in der Arbeit findet.

Die Dauer der Erstellung der Doktorarbeit in der Medizin

Auch auf die Dauer, die für das Erstellen der Dissertation in der Medizin eingeplant werden muss, gibt es keine klaren Richtlinien. Das jeweilige Fachgebiet und die notwendige Forschung, egal ob sie im Labor, in der Klinik oder am Schreibtisch stattfindet, sind maßgeblich. Das Erstellen einer Doktorarbeit kann zwischen einem und vier Jahren in Anspruch nehmen, wobei Literaturarbeiten in der Regel schneller fertiggestellt werden als klinische oder experimentelle Doktorarbeiten.

Eine erste Vorstellung darüber, wie lange die Bearbeitung eines Themas dauern wird, kann häufig der Betreuer geben. Auch Nachfragen bei promovierten Kollegen können hilfreich sein, wenn die Zeit eine Rolle spielt. Weiterhin hat die Art, wie gearbeitet werden kann, einen großen Einfluss auf die Dauer der Erstellung der Arbeit. Wer regelmäßig lange Zeit durcharbeiten kann, wie beispielsweise in den Semesterferien, der kann deutlich schneller sein (zwischen 150 und 250 Stunden), als jemand, der sich stets nur nebenbei an die Arbeit setzten kann (zwischen 250 und 300 Stunden). Das liegt daran, dass es immer wieder notwendig ist, sich in die Thematik hineinzudenken, wenn die Zeit nicht am Stück investiert werden kann.

Doktorandenvertrag

Der Doktorandenvertrag definiert die Rechte und Pflichten des Doktoranden und dessen zuständigen Betreuers. Er stellt die einzige schriftliche Absicherung dar, sollte es zu Konflikten kommen, deshalb sollten alle Doktoranden auf einen solchen bestehen. Oftmals wird ein solcher Vertrag bereits von der Uni zur Verfügung gestellt, damit die Doktoranden abgesichert sind.

Für den Doktoranden ist klar geregelt, was er zu tun hat. So verpflichtet er sich im Rahmen des Vertrags, sich an relevante Verordnungen zum Beispiel zum Datenschutz, Strahlenschutz oder aber auch Biostoff zu halten. Weiterhin regelt er, wie und in welchem Rahmen ein Protokoll- oder Laborbuch zu führen ist und den Zeitraum bis zur Fertigstellung der Arbeit.

Der Betreuer wiederum verpflichtet sich durch den Doktorandenvertrag seinem Schützling mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Weiterhin ist er durch diesen dazu verpflichtet, den zügigen Fortgang der Arbeit zu ermöglichen. Der Zugang zum Arbeitsplatz, den erforderlichen Geräten sowie Materialien ist weiterhin geregelt, genauso wie die Zusage, dass die Arbeit in einem festgelegten Zeitraum korrigiert werden wird.

Literaturrecherche und Literaturverwaltung beim Erstellen der Doktorarbeit

Literaturrecherche Doktorarbeit Medizin

Die Literaturrecherche ist auch bei der medizinischen Doktorarbeit unabdingbar und sollte früh in Angriff genommen werden. Wichtige Literatur und Quellen müssen vermerkt werden und Zitate herausgeschrieben oder zumindest markiert werden, Werke sollten exzerpiert werden. Bei einer großen Arbeit machen Literaturverwaltungsprogramme die Arbeit deutlich leichter. Sie stellen sicher, dass das, was benötigt wird, bereits digitalisiert vorliegt, aber auch ein Ordner, in dem alles gewissenhaft abgelegt wird, ist hilfreich und je nach Präferenz noch hilfreicher.

Die umfangreiche Literaturrecherche ist für jeden Typ der Doktorarbeit in einem gewissen Rahmen notwendig. Gerade Studien und Ergebnisse können hilfreich sein, wenn sie bereits vor Beginn des Schreibens zusammengefasst worden sind. Hat man sich für die Literaturarbeit entschieden, muss genauso gewissenhaft gearbeitet werden. Die geleistete Vorarbeit wird dadurch belohnt, dass sie das Schreiben ohne lange Denkpausen ermöglicht.

Bei der Literaturrecherche sollte beachtet werden, um was für eine Quelle es sich handelt. Gewöhnlicherweise ist nur eine Quelle von Nöten, allerdings sollte bei dieser genau hingeschaut werden. Idealerweise handelt es sich bei ihr nämlich um die Erstbeschreibung des Sachverhalts. Das Schneeballsystem ist hier ideal, um den Anfang zu finden.

Das Laborjournal oder Protokollbuch

Die medizinische Dissertation wird im sogenannten Laborjournal oder Protokollbuch statt. Seine Aufgabe ist, wissenschaftliche Experimente zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Zunächst scheint es wenig notwendig, aber je weiter die Arbeit im Labor fortschreitet, desto wichtiger wird die akkurate Protokollierung.

Wer experimentiert, weiß sicherlich, dass alles während des Experiments eindeutig erscheint und im Nachgang dann doch schwammig wird. Deshalb ist es wichtig, Versuchsaufbauten, Studienschemata, Ideen, Überlegungen und Ansätze direkt zu dokumentieren. Das Ganze sollte an einem sicheren Ort im Labor verwahrt werden.

Das gewissenhafte und saubere Protokollbuch oder Laborjournal erleichtert das Schreiben der Doktorarbeit ungemein. Wer auf Nummer sichergehen möchte, sollte regelmäßig Kopien vom Geschriebenen anfertigen, um sicherzugehen, dass nichts versehentlich abhandenkommt.

Die Formatierung der Doktorarbeit

Die meisten Medizindekanate veröffentlichen klare Direktiven, was die Formatierung der Doktorarbeit angeht, um sicherzugehen, dass die Arbeiten vergleichbar sind. Diese Vorgaben beinhalten häufig die Schriftgröße, den Zeilenabstand sowie die Schriftart. Wenn die Universität selbst solche Vorgaben macht, ist es unabdingbar, sich an diese zu halten. Wer sie missachtet, riskiert, dass die Arbeit gar nicht er angenommen wird oder die Note unter dem Nichteinhalten der Vorgaben leidet.

Für den Fall, dass die Formatierung seitens der Universität nicht klar geregelt ist, sollte Arial oder Times New Roman gewählt werden. Wissenschaftliche Arbeiten sollten nicht zum Schlachtfeld der modernen Technik werden. Wird eine Schrift gewählt, die nicht gängig ist, kann es passieren, dass die Arbeit vom Empfänger nicht geöffnet werden kann, ohne dass dieser die Schrift installiert oder die gesamte Arbeit anders erscheint als am eigenen Computer. Hier sollte stets auf Nummer sichergegangen werden. Dasselbe gilt für den Druck, denn auch die Druckerei sollte die Arbeit genauso vor sich sehen, wie sie zu Hause gestaltet worden ist.

Die Formatierung sollte bereits vor dem Beginn des Schreibens in die Formatvorlage eingespeist werden, so erspart man sich anstrengendes Nachbearbeiten und Formfehler. Sowohl im Internet als auch an den Universitäten gibt es Kurse und Videos, die diese Arbeit einfacher machen. So vermeidet man, dass am Ende der Arbeit noch einmal eine anstrengende Nachbearbeitung des Layouts oder der Formatierung ansteht.

Der Aufbau und die Gliederung der medizinischen Doktorarbeit

Grundsätzlich unterscheidet sich der Aufbau der Doktorarbeit nicht von dem bereits bei vorher angefertigten Hausarbeiten üblichen Format. Jede wissenschaftliche Arbeit umfasst am Ende sehr ähnliche Aspekte. In diesem Abschnitt soll es deshalb nur kurz um den Aufbau und das Verhältnis der einzelnen Abschnitte zueinander gehen. Aber Achtung: Es kann sein, dass die Fakultät eigene Vorgaben anbringt, dementsprechend lohnt sich auch hier erneut ein Blick auf die Website oder eine Nachfrage.

Der grundlegende Aufbau

Grundsätzlich sind alle Doktorarbeiten in etwa so aufgebaut:

  • Deckblatt

  • Inhalts- und Abkürzungsverzeichnis

  • Einleitung

  • Fragestellung und Zielsetzung

  • Material und Methoden

  • Ergebnisse

  • Diskussion

  • Zusammenfassung

  • Literaturverzeichnis

  • Danksagung

  • Tabellarischer Lebenslauf

Einleitung

Die Einleitung in die Doktorarbeit dient dem Leser dazu, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu gewinnen und zeigt die Relevanz des gewählten Themas, auf das im Rahmen der Fragestellung und Zielsetzung eingegangen wird.

Material und Methoden

Bei experimentellen Arbeiten sollte weiterhin besonders viel Arbeit in das Kapitel Material und Methoden investiert werden. Dieses Kapitel macht die experimentelle Doktorarbeit am Ende aus, denn es garantiert die Nachprüfbarkeit der Versuche durch andere Mediziner. Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich hierbei somit um das wichtigste Kapitel.

Ergebnisse

Im Kapitel Ergebnisse werden Grafiken und Tabellen angebracht, die dafür sorgen, dass das, was erörtert wird, für den Leser nachvollziehbar ist. In diesem Kapitel sollte besonders darauf geachtet werden, dass alles korrekt nummeriert und beschriftet wird.

Diskussion

Die Diskussion dient dazu, die Ergebnisse zu diskutieren. Dazu werden sie erneut kurz zusammengefasst und Vor- und Nachteile der Studie dargelegt. Die kritische Auseinandersetzung steht in diesem Abschnitt im Vordergrund. Auch ein Ausblick auf noch offene Fragen ist erwünscht.

Zusammenfassung

Die Zusammenfassung beschreibt die zentralen Punkte der Arbeit noch einmal kurz und prägnant. Sie sollte sich an der Gliederung der Doktorarbeit orientieren und in derselben Reihenfolge die wichtigsten Aspekte erneut einbringen. Sie sollte nicht mehr als 1-2 Seiten in Anspruch nehmen.

Generelles

Dabei ist zu beachten, dass besonderer Augenmerk auf die Einleitung und die Zusammenfassung gelegt werden sollte, da diese zu den wichtigsten Abschnitten der Arbeit gehören. Sie werden von den Prüfern meist als Erstes und am genauesten gelesen, um einen Überblick über die vorliegende Dissertation zu erlangen.

Das Schreiben der medizinischen Doktorarbeit

Doktorarbeit Schreiben Medizin

Wenn Aufbau und Gliederung stehen, geht es an das Eingemachte: Das Schreiben beginnt. Bereits beim Einlesen in die Thematik sollte alles gut dokumentiert und exzerpiert werden. Idealerweise legt man sich für die Forschungsliteratur zur Doktorarbeit einen eigenen Ordner an, in dem alles dokumentiert wird. Der Betreuer kann weiterhin dabei helfen, Relevantes von Irrelevantem zu trennen und somit den Arbeitsaufwand merklich schmälern.

Natürlich ist vor allem das leere Dokument ein großes Hindernis. Häufig kommen einem einfach nicht die richtigen Worte in den Sinn. Idealerweise fängt man irgendwo an. Da Aufbau und Gliederung schon feststehen, kann mit diesen Aspekten begonnen werden. Mit solchen kleinen Tricks ist es häufig einfacher, bei der Arbeit zu bleiben. Letztendlich ist es bei der Doktorarbeit wie bei jedem anderen Stück, das verfasst wird. Man schreibt und man ändert, Korrekturen sind notwendig und ein bedeutsamer Prozess beim Schreiben. Es ist also wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das Schreiben ein Prozess ist, der durchlebt wird und niemand wirklich einfach schreibt, ohne eine zweite Version abzufassen.

Sollte es doch einmal haken, macht es Sinn, kurz zu formulieren, worüber man als nächstes Schreiben möchte. Häufig ist es einfacher zu beginnen, sobald die ersten Worte bereits auf dem Papier oder in diesem Fall auf dem Bildschirm sind. Sollte es jedoch wirklich einmal schwer werden, ist es keinesfalls ein Problem, sich Hilfe zu holen. Ghostwriter Dissertation von StudiBucht unterstützen alle Kunden auch beim Anfertigen der Dissertation. Zum Beispiel, professionelle Hilfe der Ghostwriter Medizin beim Erstellen einer wichtigen Arbeit wie der medizinischen Doktorarbeit in Anspruch zu nehmen, ist keinesfalls problematisch.

Wenn eines schönen Tages alles verfasst ist, geht es noch einmal ans eingemacht. Es muss korrekturgelesen, kleine Fehler müssen beseitigt werden und das Layout muss überprüft werden. Die Kontrolle, ob alle Quellen genannt und adäquat zitiert wurden, ist unabdingbar. Bereits beim Schreiben sollten die Quellen direkt vermerkt und korrekt zitiert werden. Muss man nach Abschluss des Schreibens einer medizinischen Dissertation noch einmal alle zitierten Stellen nachschlagen, um sicherzugehen, dass etwas korrekt zitiert wird, wird unglaublich viel Zeit verloren.

Die Danksagung in der medizinischen Dissertation

Natürlich gehört auf die Danksagung in eine vollständige medizinische Doktorarbeit, schließlich kann man diese nicht als Einzelkämpfer ohne Hilfe von außen erstellen. An erster Stelle steht hier die Frage, wo in der Doktorarbeit diese angebracht werden sollte. Die Danksagung steht direkt zu Beginn der Arbeit hinter dem Inhaltsverzeichnis. Das Verfassen allerdings ist der letzte Schritt, denn es kann sein, dass hilfreiche Geister erst zum Ende eine Rolle spielen.

Der Danksagung widmet man sich am besten erst, wenn alles andere geschafft ist. Damit ist nicht der Schreibprozess gemeint, sondern auch das Nachbearbeiten, Korrekturlesen und Feedback. Wenn all diese Punkte abgehakt sind und man sich sicher ist, dass keine weiteren Änderungen kommen werden, wird die Danksagung verfasst. Dabei sollte sowohl die Reihenfolge der Menschen beachtet werden, bei denen sich bedankt wird, als auch die Rolle angemerkt werden, die sie im Rahmen der Bearbeitung eingenommen haben.

Der Dank an den Doktorvater oder die Doktormutter

Der erste Dank sollte stets an den Doktorvater oder die Doktormutter gehen. Sie waren eng in die Erstellung der Arbeit miteingebunden und standen dem Autor mit Rat und Tat zur Seite.

Dank an Kollegen, Kommilitonen etc.

An zweiter Stelle stehen alle, die den Ersteller oder die Erstellerin bei der Arbeit unterstützt haben. Das können Kollegen, Kommilitonen oder andere Doktoren sein. Besonders wenn es zu einer engen Zusammenarbeit gekommen ist, ist es wichtig, an dieser Stelle Dank auszusprechen. Weiterhin sollte hier in jedem Fall Zweitgutachtern gedankt werden, sowie denen, die sich der Aufgabe des Korrekturlesens angenommen haben.

Die Familie

Zwar scheint die Danksagung an Familie, Ehemann oder Ehefrau, Freund oder Freundin sehr privat, doch ist sie im Rahmen einer solchen wissenschaftlichen Arbeit denkbar angemessen. Dabei ist es irrelevant, wie genau unterstützt wurde. Den wichtigen Menschen, die beispielsweise finanziell oder emotional unterstützt haben und sich im engsten, also familiären Umfeld befinden, sollte auf diese Weise Dank ausgesprochen werden.

Freunde

Letztendlich kann hier guten Freunden gedankt werden, die vielleicht gar nicht direkt beim Schreiben der Arbeit unterstützten, sondern auch mal Ablenkung boten. Dies ist jedem selbst überlassen, allerdings ist auch das Abschalten und Entspannen ein wichtiger Aspekt, wenn die Dissertation erstellt wird.

Die Veröffentlichung der Doktorarbeit in der Medizin

In Deutschland ist es vorgeschrieben, dass jeder Doktorand seine wissenschaftliche Arbeit in zitierfähiger Form publizieren muss, bevor er tatsächlich einen Dr. Titel tragen darf. Während noch vor einigen Jahren der Druck die Norm war, haben derweil viele Universitäten ihre Ansprüche geändert. Häufig muss die Dissertation tatsächlich noch einmal als gedrucktes Werk vorliegen, allerdings genügt in der Regel weiterhin inzwischen die online Publikation. Diese ermöglicht es, die Arbeit kostenlos oder für einen festgelegten Preis zu publizieren. Wer möchte, kann das Buch drucken lassen. Es erhält einen ISBN-Code und kann so ebenfalls über den stationären Buchhandel erworben werden. Eine Anfrage bei Fachverlagen kann jedoch auch zur klassischen Veröffentlichung führen. Rücksprache mit dem Betreuer empfiehlt sich auch hier, denn in der Regel haben diese einen guten Überblick über die gegenwärtige Lage in der Publikation.

Die Verteidigung der medizinischen Doktorarbeiten

Einer Hürde muss sich jeder Doktorand nach der Abgabe der Doktorschrift noch stellen. Die Doktorarbeit muss in einem öffentlichen Vortrag vorgestellt werden, der in der Regel 15, in Sonderfällen 30 Minuten dauert. Im Anschluss daran muss er sich zur Diskussion stellen, diese wird auch Verteidigung genannt und umfasst dieselbe Dauer, wie die Vorstellung.

Die Vorstellung sollte dabei frei sein und nicht abgelesen werden. Die signifikantesten Punkte sollten zusammengefasst werden und können in der Regel durch Folien unterstützt werden, wobei auch wichtige Abbildungen präsentiert werden können. Seitens des Doktoranden ist weiterhin die Einordnung in den aktuellen Wissensstand vorgesehen.

Bei der Verteidigung übernimmt der Vorsitzende der Promotionskommission den Vorsitz. Die gestellten Fragen beachten die fachliche Ausrichtung des Doktoranden im Rahmen seiner Promotion oder den wissenschaftlichen Gegenstand seiner Promotion. Es werden keine ausführlichen Antworten erwartet, sondern klar formulierte und kurze Entgegnungen.

Beispiele für eine Doktorarbeit in der Medizin

Als Inspiration können vor allem bereits erstellte Doktorarbeiten dienen. Sie können nicht nur hilfreich sein, was den Stil angeht, sondern auch Aufschlüsse über Layout, Gliederung und Aufbau bringen. Das kann besonders hilfreich sein, wenn ein Punkt erreicht wird, an dem es einem selbst schwerfällt, Übergänge zu schaffen oder einfach als genereller Leitfaden vor und bei dem Schreiben genutzt werden.

Diese Beispiele der medizinischen Doktorarbeiten zum Abschluss können dabei helfen, den Anfang zu schaffen und den Weg zu einer erfolgreichen Doktorarbeit in der Medizin ebenen. Wir hoffen, dass der Artikel das Schreiben ein wenig erleichtert hat und wünschen viel Erfolg mit der medizinischen Dissertation.

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