Veröffentlicht am 19.05.2026Zuletzt aktualisiert am 19.05.2026Lesezeit 13,3 min

Sie haben Ihre Umfrage für die Bachelorarbeit abgeschlossen, der Datensatz liegt vor Ihnen – und nun? Wer eine Umfrage oder einen Fragebogen auswerten und seine Bachelorarbeit erfolgreich abschließen möchte, braucht mehr als nur Excel-Kenntnisse – nämlich die richtigen Methoden und eine saubere Interpretation.

Dieser Artikel von der Ghostwriting-Agentur StudiBucht zeigt Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Sie aus Rohdaten fundierte Erkenntnisse machen – egal, ob es sich um eine Seminararbeit, Bachelor- oder Masterarbeit handelt. Wie Sie eine Umfrage auswerten, Text-Beispiel inklusive, zeigen wir Ihnen weiter unten im Artikel.

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Eine saubere Analyse ist entscheidend für die Bestnote

Umfragen auszuwerten ist kein technischer Nebenschritt, sondern das Herzstück Ihrer empirischen Arbeit. Studentische Arbeiten verlieren häufig Punkte, weil zwischen Datenerhebung und Datenanalyse ein methodischer Bruch entsteht – etwa, wenn Antworten auf einer falschen Skala ausgewertet oder Schlussfolgerungen aus zu wenigen Befragten gezogen werden. Prüfende achten nicht nur auf das Ergebnis selbst, sondern auch auf den Weg dorthin:

  • Passen Methoden und Forschungsfrage zusammen?

  • Wurden die Datentypen korrekt identifiziert?

  • Ist die Aufbereitung nachvollziehbar dokumentiert?

Tipp von StudiBucht: Machen Sie sich vorab Gedanken über das Auswertungsdesign – das spart Korrekturschleifen und sichert Ihre Note. Bei Unsicherheiten in Methodik oder Auswertung lohnt sich ein Blick auf professionelles Bachelorarbeit-Ghostwriting von StudiBucht: erfahrene Experten aus über 58 Fachbereichen begleiten Sie individuell, damit Ihre Analyse methodisch sauber und nachvollziehbar bleibt.

Qualitativ oder quantitativ? – Finden Sie den richtigen Analyseansatz

Die erste Weichenstellung betrifft die Methodik: Welche Art von Antworten haben Sie erhoben? Die folgende Übersicht hilft Ihnen, den passenden Analyse-Ansatz für Ihre Bachelorarbeit zu finden:

Kriterium

Quantitative Analyse

Qualitative Analyse

Mixed-Methods

Art der Fragen

Geschlossene Fragen, Skalen, Multiple Choice

Offene Fragen, Freitext, Leitfadeninterviews

Kombination aus geschlossenen und offenen Fragen

Art der Antworten Zahlen, Messwerte, Kategorien Texte, Meinungen, Einstellungen Zahlen und Texte parallel
Stichprobengröße Größere Anzahl an Befragten (n ≥ 30, oft 100+) Kleinere Anzahl an Personen (5–30) Mittlere bis große Stichprobe
Auswertungsmethode Statistische Verfahren (deskriptiv & inferenz) Interpretativ, z. B. Inhaltsanalyse nach Mayring Statistik + Inhaltsanalyse kombiniert
Ziel Messen, vergleichen, Hypothesen prüfen Verstehen, beschreiben, Tiefe gewinnen Breite und Tiefe verbinden
Typische Software SPSS, Excel, R MAXQDA, ATLAS.ti, Word Kombination beider Tools
Ergebnisform Häufigkeiten, Mittelwerte, Korrelationen Kategorien, Zitate, Themenfelder Zahlen + thematische Belege
Geeignet für „Wie viele?“, „Wie stark?“, „Wie oft?“ „Warum?“, „Wie genau?“, „Was bedeutet das?“ Forschungsfragen mit beiden Perspektiven
Aufwand der Auswertung Hoch bei Erhebung, mittel bei Auswertung Mittel bei Erhebung, hoch bei Auswertung Hoch in beiden Phasen

Faustregel: Wollen Sie messen und vergleichen, ist quantitative Forschung die richtige Wahl. Wollen Sie verstehen und beschreiben, ist qualitative Forschung passender. Viele studentische Arbeiten kombinieren beide Verfahren, indem ein quantitativer Fragebogen durch wenige offene Fragen ergänzt wird.

Qualitative Antworten: Richtiges Kategorisieren offener Fragen

Bei offenen Fragen entstehen Freitexte, die nicht auf Knopfdruck auswertbar sind. Das etablierte Verfahren ist die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. Dabei lesen Sie die Antworten zunächst vollständig, markieren zentrale Themen und entwickeln daraus ein Kategoriensystem.

Jede Antwort wird anschließend einer Kategorie zugeordnet. Diesen Prozess nennt man Kodieren. Eine Aussage wie „Ich habe zu viele Klausuren auf einmal“ könnte etwa in die Kategorie „Anforderungen von außen“ fallen. So entsteht aus unstrukturiertem Text eine systematische Liste auswertbarer Aussagen, die Sie anschließend mit Häufigkeiten quantifizieren können.

Skalenniveaus im Überblick: Welche Metrik passt zu welcher Frage?

Bevor Sie Ihren Fragebogen auswerten, müssen Sie wissen, mit welchen Datentypen Sie es zu tun haben. Das Skalenniveau bestimmt, welche statistischen Verfahren überhaupt zulässig sind. In der Regel unterscheidet man drei zentrale Skalenniveaus, die aufeinander aufbauen: Nominalskala, Ordinalskala und metrische Skalen. Gerade bei komplexen Abschlussarbeiten lohnt sich hier eine zweite fachliche Meinung – etwa, wenn Sie Ihre Master-Thesis schreiben lassen und sicherstellen möchten, dass jede Variable dem korrekten Skalenniveau zugeordnet ist.

Nominalskala: Kategorien ohne Rangordnung

Auf der Nominalskala liegen rein qualitative Merkmale wie Geschlecht, Studienfach, Nationalität, Wohnort oder gewählte Partei. Es gibt keine Reihenfolge, keine Hierarchie. Erlaubt sind hier nur Häufigkeitsverteilungen und der Modus, also der häufigste Wert. Für Zusammenhänge zwischen zwei nominalen Variablen verwenden Sie den Chi-Quadrat-Test.

Kurze Definition von StudiBucht: Der Chi-Quadrat-Test ist ein statistisches Verfahren, mit dem Sie prüfen, ob zwei kategoriale (nominale) Variablen voneinander unabhängig sind oder ob ein Zusammenhang besteht. Er vergleicht die beobachteten Häufigkeiten mit den erwarteten. Zum Beispiel: Hängt das Studienfach mit der bevorzugten Lernmethode zusammen?

Ordinalskala: Abstufungen und Hierarchien analysieren

Die Ordinalskala ordnet Antworten in eine Reihenfolge, aber die Abstände zwischen den Stufen sind nicht gleich groß. Ein Beispiel macht das klar: Bei Schulnoten wissen wir, dass eine 1 besser ist als eine 2 und eine 2 besser als eine 3. Aber ob der Sprung von 1 auf 2 genauso groß ist wie von 2 auf 3? Das lässt sich nicht sagen. Weitere typische Beispiele sind der höchste angestrebte Studienabschluss (Bachelor, Master, Promotion), Semesterstufen im Studienverlauf oder Platzierungen in einem Hochschulranking (Platz 1, 2, 3).

Für die Auswertung bedeutet das: Sie dürfen den Median (der die Daten in zwei 50%-Hälften teilt) und die Quartile (die die Daten in vier 25%-Teile untergliedern) berechnen sowie Zusammenhänge mit der Spearman-Rangkorrelation prüfen. Ein klassischer Mittelwert ist hier eigentlich nicht erlaubt, weil die Abstände nicht vergleichbar sind.

Kurze Definition von StudiBucht: Die Spearman-Rangkorrelation, auch Spearman-Rho genannt, ist ein statistisches Verfahren, mit dem sich prüfen lässt, ob zwei Merkmale zusammenhängen und sich ihre Werte in eine Reihenfolge bringen lassen. Dafür werden die Antworten in Ränge umgewandelt und verglichen. Das Ergebnis liegt zwischen −1 und +1 und zeigt, wie stark der Zusammenhang ist. Zum Beispiel: Hängt die Semesterzahl mit der Studienzufriedenheit zusammen?

Ein Sonderfall sind Likert-Skalen („stimme gar nicht zu“ bis „stimme voll zu“). Sie sind streng genommen ordinal, werden in der Praxis aber oft wie metrische Daten ausgewertet – also mit Mittelwert und Standardabweichung. Dieses Vorgehen ist in der empirischen Forschung weit verbreitet.

Metrische Skalen: Mit Intervall- und Verhältnisdaten arbeiten

Metrische Daten sind die aussagekräftigsten Datentypen in der Statistik: Die Abstände zwischen den Werten sind immer gleich groß. Man unterscheidet zwei Arten: Die Intervallskala hat keinen echten Nullpunkt – ein Beispiel ist die Temperatur in Grad Celsius, denn 0 °C bedeutet nicht „keine Temperatur“. Die Verhältnisskala hingegen hat einen klaren Nullpunkt, etwa beim Alter, Einkommen oder bei der Anzahl der Fachsemester. Hier bedeutet 0 wirklich „nichts“.

Der große Vorteil: Mit metrischen Daten können Sie alle gängigen Verfahren nutzen – also Mittelwert, Standardabweichung, Pearson-Korrelation und parametrische Tests wie den t-Test. Eine ausführliche Übersicht zu allen Skalenniveaus und den passenden Verfahren bietet das Standardwerk von Bortz & Schuster (2017), das an vielen Hochschulen zur Pflichtlektüre gehört.

Auswertung der Umfrage für die Bachelorarbeit: In fünf Schritten zum fertigen Ergebnis.

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung von StudiBucht führt Sie durch die gesamte Datenanalyse. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Wer einzelne Schritte überspringt, riskiert methodische Folgefehler.

  • Schritt 1: Datenbasis schaffen – bereinigen und codieren

    Zu Beginn steht die Aufbereitung der Umfragedaten. Prüfen Sie den Datensatz auf unplausible Eingaben (z. B. Altersangabe „250″), unvollständige Fragebögen und Doppelantworten. Definieren Sie fehlende Werte einheitlich. Außerdem legen Sie ein Codebuch an, in dem jede Variable, jede Ausprägung und jeder Zahlencode dokumentiert sind. Diese Vorarbeit ist die Grundlage für eine reproduzierbare Analyse.

    Eine gute Vorlage zur systematischen Datenaufbereitung stellt die PH Freiburg kostenfrei als PDF-Leitfaden zur Verfügung – ein nützlicher Begleiter für die ersten Schritte mit SPSS.

  • Schritt 2: Deskriptive Statistik – Daten zusammenfassen und beschreiben

    Im zweiten Schritt verschaffen Sie sich einen Überblick über die Umfrageergebnisse. Berechnen Sie für kategoriale Variablen die absolute und relative Häufigkeitsverteilung. Für metrische Daten ermitteln Sie Mittelwert, Median und Standardabweichung. Dokumentieren Sie auch die Rücklaufquote.

    Erste Trends und Auffälligkeiten werden in diesem Schritt oft schon sichtbar:

    • Welche Gruppen sind besonders stark vertreten?
    • Wo streuen die Antworten überdurchschnittlich?
  • Schritt 3: Analytische Statistik – wenn Zahlen Antworten geben

    Jetzt geht es um inhaltliche Zusammenhänge. Je nach Forschungsfrage prüfen Sie Gruppenunterschiede (t-Test, ANOVA), Zusammenhänge (Korrelation) oder Häufigkeitsverteilungen (Chi-Quadrat).

    Tipp von StudiBucht: Eine Korrelation belegt niemals Kausalität – ein Zusammenhang zwischen Mediennutzung und Stress bedeutet nicht, dass das eine das andere verursacht.

  • Schritt 4: Zahlen sichtbar machen – Diagramme und Tabellen

    Gute Visualisierungen machen komplexe Daten schnell verständlich. Für kategoriale Daten eignen sich Balken- und Kreisdiagramme, für metrische Variablen Histogramme und Boxplots. Tabellen mit Kennwerten gehören in den Ergebnisteil, ausführliche Häufigkeitstabellen in den Anhang. Jede Abbildung braucht eine vollständige Beschriftung, eine Nummer und einen Bezug im Fließtext . Wer hier auf Nummer sicher gehen will, findet im Leitfaden „Forschungsergebnisse visualisieren“ der TU Berlin eine praxisnahe Checkliste mit praktischen Tipps zur Auswahl der besten Diagrammtypen.

  • Schritt 5: Vom Ergebnis zur Antwort – Daten richtig interpretieren

    Im letzten Schritt verbinden Sie Ihre Ergebnisse mit der Theorie.

    • Was bedeuten die Zahlen für Ihre Forschungsfrage?
    • Welche Schlussfolgerungen lassen sich ziehen?
    • Wo liegen die Grenzen Ihrer Daten?

    Trennen Sie sauber zwischen dem Ergebnisteil (reine Darstellung) und der Diskussion (Einordnung und Bewertung). Auch nicht signifikante Befunde sind Erkenntnisse. Ehrlich zu berichten ist Teil guter wissenschaftlicher Praxis und keine Schwäche der Arbeit.

Umfrage auswerten – Bachelorarbeit-Beispiel

Damit die Theorie greifbar wird, betrachten wir ein konkretes „Umfrage auswerten”-Beispiel, das die typischen Entscheidungen forschender Studierender abbildet.

Das Szenario: Forschungsfrage und Datensatz im Überblick

Eine Studentin untersucht in ihrer Bachelorarbeit die Forschungsfrage: „Wie wirkt sich Studienstress auf die Motivation von BWL-Studierenden aus?“ Sie befragt 142 Personen online mit einem Mix aus geschlossenen Items (Stresslevel und Motivation auf einer 5-stufigen Likert-Skala), demografischen Fragen und einer offenen Frage zu wahrgenommenen Stressoren.

Der Rücklauf beträgt 71 Prozent – ein solider Wert für eine studentische Online-Befragung. Bereits in der Organisation der Erhebung achtet sie auf Anonymität und eine klare Einwilligungserklärung. Ein Pretest mit fünf Kommilitonen wurde ebenfalls durchgeführt und deckte zwei missverständliche Fragen auf.

Umfrage auswerten

Aus Zahlen werden Worte: Ergebnisse formulieren

Nach der Datenaufbereitung zeigt die deskriptive Statistik einen mittleren Stresswert von M = 3,8 (SD = 0,9). Die Pearson-Korrelation zwischen Stress und Motivation ergibt r = −0,42 (p < 0,01) – ein mittlerer negativer Zusammenhang. Die offenen Antworten werden mittels Inhaltsanalyse in vier Kategorien gebündelt: Prüfungsdruck, Zeitmangel, finanzielle Sorgen und soziale Isolation.

Im Text formuliert die Verfasserin: „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass höhere Stressbelastung mit geringerer Studienmotivation einhergeht (r = −0,42, p < 0,01). Aus den offenen Antworten lässt sich Prüfungsdruck als zentraler Stressor identifizieren.“ Klar, präzise, ohne Überinterpretation. So kann eine wissenschaftlich nachvollziehbare Ergebnisdarstellung aussehen.

Vergleich von Software: Die besten Tools für Ihre Umfragedaten

Die Wahl der passenden Software für die Umfrageauswertung hängt von der Größe Ihrer Datenmenge und der Komplexität der Analyse ab. Für Studierende sind drei Varianten besonders relevant: Microsoft Excel, SPSS und Google Forms. Bei umfangreicheren Projekten – etwa im Kontext von Promotion und Ghostwriter-Dissertation – kommen häufig zusätzliche Programme wie R oder Stata zum Einsatz, die für komplexe statistische Modelle ausgelegt sind.

Microsoft Excel: Bewährter Allrounder mit klaren Grenzen

Die meisten Studierenden haben Excel bereits zur Hand. Für kleinere Datensätze, Häufigkeitsverteilungen, Mittelwerte und einfache Diagramme ist es vollkommen ausreichend. Mithilfe von Pivot-Tabellen lassen sich auch Gruppenvergleiche leicht erstellen. Bei komplexen inferenzstatistischen Verfahren wie Mehrfachregressionen oder ANOVAs erreicht Excel jedoch seine Grenzen: Die Dokumentation wird schnell unübersichtlich und Entscheidungen zur Methodik sind schwer reproduzierbar.

IBM SPSS: Die erste Wahl an deutschen Hochschulen

SPSS ist an deutschen Hochschulen der De-facto-Standard für quantitative Datenanalyse. Die grafische Benutzeroberfläche erleichtert den Einstieg. Das Programm deckt gleichzeitig alle gängigen Verfahren ab – von der deskriptiven Statistik über Korrelation und Regression bis zu Faktorenanalysen. Viele Universitäten stellen Lizenzen kostenfrei zur Verfügung.

Google Forms & Co.: Erhebung und Auswertung in einem Tool

Wenn Sie Ihre Umfrage über Google Forms, SurveyMonkey oder ein ähnliches Tool erstellen, erhalten Sie automatisch erste grafische Auswertungen. Das ist hilfreich für einen schnellen Überblick und Live-Feedback während der Erhebung. Für die tiefere Analyse exportieren Sie die Daten anschließend als CSV-Datei in Excel oder SPSS – die internen Auswertungen reichen für eine wissenschaftliche Arbeit selten aus.

Die fünf größten Fehler bei der statistischen Analyse

Diese Fehler kosten regelmäßig Notenpunkte – und sind alle leicht zu vermeiden, wenn Sie sie kennen:

  • Falsches Verfahren wählen: Wer einen t-Test auf nominale Daten anwendet oder einen Mittelwert über Studienfächer berechnet, macht die gesamte Analyse unbrauchbar. Prüfen Sie daher vorab das Skalenniveau jeder Variable.
  • Korrelation mit Kausalität verwechseln: Auch wenn zwei Werte stark zusammenhängen, heißt das nicht, dass der eine den anderen verursacht. Eine Korrelation belegt keine Ursache-Wirkungs-Beziehung.
  • p-Wert überinterpretieren: Ein signifikantes Ergebnis bedeutet nicht „bewiesen“. Ohne Effektstärke wissen Sie nicht, wie groß und wie praktisch relevant der gefundene Unterschied wirklich ist.
  • Stichprobe zu klein oder verzerrt: 15 Antworten aus dem eigenen Freundeskreis reichen nicht aus, um allgemeingültige Aussagen zu treffen. Achten Sie auf eine ausreichend große und vielfältige Stichprobe.
  • Ergebnis und Diskussion vermischen: Im Ergebnisteil berichten Sie die Zahlen. Erst in der Diskussion ordnen Sie die Ergebnisse ein und interpretieren sie. Diese klare Trennung erwarten Prüfende.

ChatGPT – so unterstützt KI die Auswertung von Umfragen

KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude AI können bei der Umfrageauswertung erstaunlich hilfreich sein. Vorausgesetzt, man kennt ihre Grenzen. Die folgende Übersicht zeigt, wo KI Ihre Arbeit sinnvoll unterstützt und wo Sie besser auf menschliche Expertise oder etablierte Statistik-Software setzen sollten.

✅ Vorteile von KI-Tools

❌ Nachteile und Grenzen
KI kann komplexe Begriffe wie p-Wert, Korrelation oder Effektstärke verständlich aufbereiten KI erfindet gelegentlich Werte, die plausibel klingen, aber falsch sind
Schnelle Erstellung von SPSS-Syntax, R- oder Python-Skripten für Ihre Analysen Signifikanzen werden oft zu vereinfacht oder inhaltlich falsch dargestellt
Hilfe beim Aufbau und der Formulierung des Methodenkapitels KI behauptet manchmal Ursache-Wirkungs-Beziehungen, wo nur Korrelationen vorliegen
Erste Kategorisierung qualitativer Daten als Ausgangsbasis KI ersetzt keine statistische Software und keine methodische Eigenleistung
Schnelles Feedback zu Hypothesen, Argumentationen und Formulierungen Sensible Umfragedaten gehören nicht ungeprüft in einen Chatbot
Schnelles Erstellen von Zusammenfassungen, Synonymen oder Gliederungen Viele Hochschulen oder Fakultäten verlangen eine Kennzeichnung der KI-Nutzung in der Abschlussarbeit

Nutzen Sie ChatGPT, Gemini oder Claude AI nicht als Ersatz für eine echte Datenanalyse. Wer zusätzlich methodische Unterstützung sucht oder eine bereits fertige Hausarbeit kaufen möchte, findet bei StudiBucht fachlich geprüfte Vorlagen, die als Orientierung für die eigene Auswertung dienen können.

Die ultimative Checkliste für eine einwandfreie Datenanalyse

Bevor Sie Ihre Arbeit einreichen, gehen Sie diese Punkte durch:

  • Forschungsfrage und gewählte Verfahren passen zusammen;

  • Skalenniveau jeder Variable ist bestimmt und dokumentiert;

  • Datensatz ist bereinigt, Codebuch liegt vor;

  • Deskriptive Kennwerte (Häufigkeiten, Median, Mittelwert, SD) sind berichtet;

  • Voraussetzungen für inferenzstatistische Tests wurden geprüft;

  • Effektstärken werden zusätzlich zu den p-Werten genannt;

  • Diagramme sind vollständig beschriftet und im Text referenziert;

  • Ergebnisse und Interpretation sind klar getrennt;

  • Limitationen der Studie sind offen benannt;

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FAQ: Bachelorarbeit-Umfrage auswerten

Beginnen Sie mit einem Blick auf Ihre Forschungsfrage und Ihre Hypothesen. Verstehen Sie, welche Verfahren überhaupt sinnvoll sind. Danach folgt die Datenaufbereitung: Rohdaten sichten, bereinigen, codieren. Erst dann starten Sie mit der deskriptiven Statistik. Wer diese Reihenfolge einhält, erspart sich viel doppelte Arbeit.

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Als wissenschaftliche Faustregel gilt n ≥ 30 pro Vergleichsgruppe. Für eine repräsentative Umfrage zu einer großen Grundgesamtheit braucht es bei 95 % Konfidenzniveau und 5 % Fehlerspanne rund 385 Befragte. Wichtiger als die reine Anzahl ist jedoch die Auswahl: Eine zufällige Stichprobe von 100 schlägt eine verzerrte Gelegenheitsstichprobe von 500.

Bleiben Sie sprachlich vorsichtig. Formulierungen wie „bewiesen“ oder „verursacht“ sind bei Umfragedaten selten angebracht. Besser sind „deutet darauf hin“ oder „steht in Zusammenhang mit„. Berichten Sie immer Effektstärken neben p-Werten, benennen Sie Limitationen offen und holen Sie sich vor der Abgabe Feedback von Ihrer Betreuung oder einer zweiten Person ein.

In fünf Schritten: Daten bereinigen und codieren, deskriptive Statistik berechnen, Hypothesen und Korrelationen prüfen, Ergebnisse visualisieren und schließlich die Befunde im Hinblick auf die Forschungsfrage interpretieren. Mit diesem Vorgehen lässt sich praktisch jede Umfrage methodisch sauber auswerten.

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      Ghostwriter Mia Muller

      Mia Müller
      Artikelautor / Ghostwriterin
      Seit Dezember 2013 habe ich erfolgreich zahlreiche Studierende bei ihren Projekten begleitet. Mit meiner Leidenschaft für das Schreiben und meinem akademischen Hintergrund bin ich in der Lage, Hausarbeiten, Bachelorarbeiten, Diplomarbeiten, Essays und Referate auf höchstem Niveau zu verfassen.

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